Mittwoch, 25. Oktober 2017

Knip-Jerseykleid

Heute zeige ich wieder mal ein Jerseykleid aus der Knip. Es ist ein Schnitt, der in der Ausgabe...stop, in welcher Knip-Ausgabe denn eigentlich? Oder ist es doch die Fashion Style? Ich bemühe mich ja immer, die Quellen meiner Schnitte ordentlich anzugeben, damit sie auch gefunden werden. Aber in diesem Fall ist das schwierig.
Also, zurück zum Anfang. Vor ca. 10 Tagen, im Nähgeschäft vor Ort, das ich natürlich nur betreten hatte, um einen notwendigen Reißverschluß und Knöpfe zu besorgen. Nicht links, nicht rechts geschaut, Stoffballen mit neuen Stoffen ignoriert, benötigte Waren aus den Regalen gezogen, schnurstracks zu Kasse. Ja, ich war eine Heldin!
Bei der Kasse lag dann dieses Heft:

unzweifelhaft eine Knip, aber auf deutsch. Der stolze Preis ist auch deutlich erkennbar. Aber da ich den Besuch im Nähgeschäft bisher so tapfer durchgehalten hatte, mußte ich mich dringend belohnen, Ihr versteht? Also wanderte das Heft in meinen Einkaufskorb, zumal mich das Jerseykleid auf dem Titelbild interessierte.
Letzten Memade Mittwoch zeigte dann Katharina dieses Kleid, und erzählte, das sei aus einer Beilage ihrer holländischen Oktober-Knip, das fand ich ja dann doch interessant. Die Original-Knip vertreibt dieses Heft offensichtlich als kostenlose Beilage, und wir kaufen die deutsche Übersetzung für teuer Geld- interessante Geschäftspolitik! Zumal die deutsche Übersetzung grottenschlecht und voller Druckfehler ist.
 Der Schnitt selbst ist aber wirklich schön. Tailliert, der Rock leicht ausgestellt. Das Oberteil hat eine Kräuselung zwischen den Brüsten, das untere Vorderteil läuft entsprechend V-förmig aus.
Die Schultern sind etwas überschnitten, und etwas nach hinten gelegt, das Vorderteil an der Schulternaht leicht eingekraust.
Ich habe einen Jersey von stoffabrics, einer dänischen Stofffirma vernäht, den ich mal auf dem holländischen Stoffmarkt erstanden hatte. Es ist ein relativ kräftiger Baumwolljersey, der mir aber jetzt für diesen schlichten Schnitt gut geeignet schien.
Genäht habe ich das Kleid in Gr. 36, zur Taille hin zu Gr. 38 auslaufend, die Länge um 15cm(!) gekürzt.
Genäht war das Kleidchen natürlich schnell, wie alle Jerseykleider. Nur zwei Dinge haben mich aufgehalten: das eine war die furchtbare Anleitung, die ich leider doch wieder durchgelesen hatte und versucht hatte zu verstehen- zwecklos, wie ich mittlerweile glaube. Eine schlechte , lieblose Übersetzung aus dem Holländischen, dazu voller Druckfehler- also lieber gar nicht durchlesen!
Das andere Problem, das mich eine Weile beschäftigt hatte, war die Kräuselung im Vorderteil.
Nach der Anleitung sollte ich hier ein Gummiband gedehnt auf die linke Seite aufnähen, um die Raffung zu erreichen. Diese Technik wird oft empfohlen, wenn es um Raffungen in Jerseyschnitten geht. Ich habe es immer wieder probiert, aber entweder bin ich einfach zu blöd dazu, oder es liegt daran, daß mir die dafür notwendige dritte Hand immer noch nicht gewachsen ist...ich schaffe es einfach nicht, ein gedehntes Gummiband gleichmäßig und gerade auf einen Stoff aufzunähen.
Aber sollte es nicht auch eine andere Lösung für dieses Problem geben? Auch in der Konfektionsmode gibt es ja so geraffte Geschichten, und die Profi-Näherinnen nähen hier sicher keine mit der Hand gedehnten Gummibänder auf.

Da fiel mir ein, daß vor einigen Wochen eine meiner Instagram-Bekanntschaften  (leider weiß ich nicht mehr, wer es war) über den Gummiband-Nähfuß ihrer Overlock berichtet hat. Ich hatte damals gleich nachgeschaut und wußte seither, daß sich auch so ein Nähfuß unter meinem Zubehör befindet. Vielleicht konnte ich den jetzt nutzbringend einsetzen? Ich kramte also mein Overlock- Zubehörtäschchen heraus, und tatsächlich, da war der gesuchte Nähfuß. Das Einsetzen war kein Problem, ausprobiert- und siehe da, perfekte Raffungen und Versäuberungen in einem Arbeitsschritt!
Ich mußte lediglich noch ausprobieren, wie stark ich kräuseln wollte, das geht durch stufenloses Verstellen einer Schraube am Füßchen.

Nachdem ich dann die Kräuselnaht so schön hinbekommen hatte, wollte ich auch sonst eine saubere Versäuberung auch der Innenansicht und habe deswegen den Ausschnitt mit einem Beleg versehen. Ich habe den Beleg mit einer ganz dünnen Gewebeeinlage verstärkt und etwas gedehnt aufgenäht. Das finde ich jetzt ganz gut und der Ausschnitt steht (fast)  nicht ab.

Und wer sich spätestens jetzt denkt- diesen Schnitt kenne ich doch irgendwoher! - ja, der hat sicher recht. Der Schnitt hat große Ähnlichkeit mit Ajaccio von der Schnittquelle- auch hier findet sich die identische Raffung im Oberteil und auch eine ähnliche Silhouette. Aber Schnitte sind offensichtlich nicht patentgeschützt, und so existieren natürlich viele sehr, sehr ähnliche Schnittmuster auf dem Markt. In diesem Fall finde ich übrigens die Knipversion schöner als das Schnittquellekleid, das ich vor Jahren mal genäht hat. Die Schulter-und Ärmellösung gefällt mir besser und sitzt zumindest an mir besser. Bei der Schnittquelle paßten mir immer die Ärmel nicht. Das Schnittquelle-Kleid hat dafür eine etwas unorthodoxe, aber effektive Lösung für die Kräuselung im Vorderteil: die Naht wird mit der Nähmaschine gesteppt, die Nahtzugaben auseinandergebügelt und jeweils festgenäht. In die entstehenden Tunnels wird ein Satinband eingezogen und gerafft- auch das funktioniert!
Aber egal, ob ich jetzt den Schnitt Ajaccio oder Knip nenne, er ist jedenfalls absolut lohnend und ruft nach einer Wiederholung.

Die Bilder entstanden auf einer Fahrradtour, bei der nochmal spätsommerliche Temperaturen auch die Bienen hervorlockten. Ein letztes Mal Sonne tanken vor dem langen Winter!
Ich verlinke mein graues Jerseykleid mit dem Memademittwoch, der wöchentlichen Parade der geübten Schneiderinnen, sowie mit den 12colours of handmade fashion, bei der im Oktober die Farbe grau als Thema gegeben wurde!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Knitterbluse von Crafteln

Manche Schnitte, die ich mir kaufe, werden bei sofort genäht, andere schlummern erst mal ein Weilchen ihren Schönheitsschlaf auf der Festplatte, im Zeitschriftenregal oder im Ordner der "noch zu nähenden Schnitte". Warum das so ist, kann ich meistens gar nicht sagen, wenn ich dann den Schnitt wieder entdecke.
Im Fall der Knitterbluse von Crafteln wußte ich allerdings schon, warum ich den Schnitt nach der ersten Begeisterung zwar gekauft, aber nicht umgesetzt hatte: ich wußte einfach nicht, welchen Stoff ich dafür nehmen sollte.

Das Original dieses Schnittes, ein Designermodell aus dem Hause Stokx, ist aus einem hauchzarten Stoff genäht, der in feine Knitter gelegt wird. Auch in der Schnittmusterbeschreibung von Crafteln, die diesen Schnitt der nähenden Bevölkerung zugänglich gemacht hat, wird ein dünner Stoff empfohlen. Das Kleidungsstück wird nach dem Waschen feucht zu einer Spirale gedreht, dadurch entstehen dann die Knitterfalten.

So schön wie ich alle genähten Modelle dieses Schnittes fand, weckte diese Art des Knitterns doch unliebsame Erinnerungen in mir. Als Teenager, also in den 70er Jahren, besaß ich so ein ähnliches Kleidungsstücke, eine Bluse, die naß zu einer Rolle gedreht werden mußte, damit sie die gewünschten Falten bekam. Offensichtlich war das irgendwie modern zu dieser Zeit, oder jedenfalls in meinem Freundeskreis. Ich erinnere mich noch genau, daß dieses Einrollen bei mir nicht gut klappte, die Bluse verlor zunehmend mehr ihre Form, was ich dann durch Bügeln versuchte zu kompensieren und damit die ersehnten Knitterfalten wieder zerstörte. Allen meinen Freundinnen gelang das spielend, so meine Erinnerung, nur mir nicht- also das übliche Teenagerdrama, das sicher jede irgendwo kennt.

Aber deshalb stand ich dem Gedanken des Knitterns etwas skeptisch gegenüber. Nun kann man die Knitterbluse (oder auch das Knitterkleid, denn der Schnitt enthält ja beide Versionen) auch ungeknittert nähen, sehr schöne Versionen hat Claudia (bunte Kleider) genäht. Das gefiel mir auch sehr gut, aber eigentlich wollte ich doch eine geknitterte Version...

Dieses Dilemma habe ich letzte Woche gelöst, indem ich diesen Stoff in meinem Stoffstapel entdeckt  hatte: ein Stoff , der bereits in sich geknittert ist! Ich weiß gar nicht, wie die genaue Bezeichnung für diese Art Stoffe ist, ich glaube, es nennt sich Crash. Jedenfalls hat der Stoff zwei Schichten, die obere Schicht hat eine Knitterstruktur, die linke Seite ist eher glatt. Der Stoff enthält einen großen Anteile Polyester und ist sehr dehnbar, aber ein Webstoff. Hieraus sollte meine Knitterbluse entstehen, das konnte ich mir gut vorstellen!
In meiner ersten Begeisterung übersah ich geflissentlich alles , was die Designerin bei der Stoffbeschreibung vorgegeben hatte. Empfohlen wurde ein dünner, leichter und gut fallender Stoff- mein Stoff war alles andere, und im schrägen Fadenlauf konnte ich ihn auch nicht zuschneiden, da ich zuwenig Stoff hatte.  Es war ein Reststück von ca 1,70 m, leider nur bei einer Breite von 1,10m.

Mit etwas Puzzeln und Hin- und herschieben hat die Stoffmenge aber gereicht für die Bluse.
Genäht habe ich Größe 2. Wenn ich die Anleitung vorher gelesen hätte, hätte ich gemerkt, daß der Schnitt großzügig ausfällt, damit das Stück noch geknittert werden kann. Und auf so dehnbare Stoffe ist der Schnitt natürlich auch nicht ausgelegt. Aber wie heißt es so schön, wer lesen kann, ist klar im Vorteil...

Immerhin war ich dann doch intelligent genug, die Stoffteile erst mal zusammenzuheften, bevor ich sie endgültig genäht habe. Und hier merkte ich dann schon, daß ich einiges an Weite herausnehmen mußte. Ich habe an den Raglannähten überall 5mm weggenommen, an den Seitennähten 2 cm, jetzt finde ich die Paßform sehr schön.

Der Schnitt ist wirklich genial, und anders als viele anderen Schnitte, die ich kenne. Die Bluse bzw das Kleid haben Raglanärmel mit einem Schulterabnäher. Im Vorderteil sorgt ein Brustabnäher für die gute Paßform. Eigentlich werden alle Teile im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, das habe ich mir wie gesagt geschenkt, da mein Stoff in der Querrichtung sehr dehnbar war.

Die Blusenversion ist nicht nur kürzer als das Kleid, sie hat auch ein Schößchen im Rückenteil- ich liebe Schößchen!

Knitterkleid und Bluse haben als typisches Designmerkmal einen interessanten Kragen: in den V-Ausschnitt wird ein im schrägen Fadenlauf zugeschnittener breiter Schlauch eingenäht. Das Einnähen des Kragens erfolgt mit einer so interessanten Technik, daß keine sichtbaren Nähte bleiben. Auf diesen Kragen wollte ich eigentlich verzichten, da ich mir schon dachte, daß mein doch recht steifer Stoff hierfür nicht geeignet ist.

Ich hatte deshalb schon einen Beleg für den Halsausschnitt konstruiert und zugeschnitten. Nach der ersten Anprobe kam mir aber der Halsausschnitt doch etwas weit vor, zumindest zu weit für die kommenden herbstlichen Tage. Und ich wollte meine schöne Bluse doch auf jeden Fall jetzt im Herbst viel anziehen!
Aus dem Stoffrest konnte ich tatsächlich noch den vorgesehenen Kragen zuschneiden, natürlich auch nur im geraden Fadenlauf. Ich hatte den Kragen dann zunächst nur mal angeheftet- und siehe da , er gefiel mir wider Erwarten gut! Durch das Material ergibt es sich, daß der Kragen einmal umgeschlagen wird und natürlich nicht den lockeren Fall des originalen geknitterten Kragens hat. Also, anders, aber auch schön!

Ich finde es ja immer wieder spannend, wie unterschiedlich ein Schnitt durch verschiedene Stoffe wirkt. Und auch wenn ich mich durch meine Stoffwahl vom Originalmodell weit entfernt habe, ist so ein für mich sehr interessantes Kleidungsstück entstanden. Der Tragekomfort eines T-Shirtes, kombiniert mit der Eleganz einer Bluse- mehr kann frau nicht wollen!
Natürlich kam mit auch schon der Gedanke, diesen Schnitt in Jersey oder Sweat zu probieren. Die Dehnbarkeit dieser Stoffe ist dann auch nicht viel anders. Oder ein dünner Jaquard? Oh, da fallen mir noch ganz viele Variationen ein für diesen schönen Schnitt!
Mittwochs treffen sich alle nähenden Anhängerinnen der guten Schnitte auf dem Memademittwoch, hier reihe ich mich gerne in die Galerie ein!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Bluse Stella von Namedclothing

Heute zeige ich die Bluse Stella von Namedclothing aus der neuen Herbst-Winterkollektion. Die Schnitte von Named sind ja ausgesprochen beliebt in unserer Nähbloggerszene- zu recht, wie ich finde, denn alle Schnitte sind modisch, haben Besonderheiten und sind vor allem technisch ausgefeilt.

Auf die neue Herbst-Winterkollektion mit dem schönen Namen "Earth science" war ich deshalb sehr gespannt. Neugierig wie ich war habe ich mir die Schnitte übrigens schon etliche Wochen vor dem eigentlichen Erscheinen angeschaut- sie werden ja auch von Lillestoff vertrieben, und da findet man die Schnitte, mit Beschreibung und technischen Zeichnungen, unter dem Stichwort "coming soon" schon einige Wochen vor dem eigentlichen Schnitt-Launch. Ob das von Named wirklich so gedacht ist?

Von daher wußte ich auch schon, was ich nähen wollte, und die Bluse Stella stand da an erster Stella.
Stella gibt es in zwei Versionen, einmal als Bluse und auch als Kleid, ich zeige heute die Blusenversion. Die Besonderheit des Schnittes sind die Ärmel, es ist eine Mischung aus Raglan- und Kimonoärmel, die ich so noch nirgendwo gesehen hatte.

Abnäher hat die Bluse nicht, dafür aber schön geschwungene Raglannähte und zweiteilige Ärmel für den guten Sitz.Der Kragen hat eine witzige eckige Form.
Empfohlen wird ein leichter, gut fallender Webstoff für diesen Schnitt. Mein Stoff ist eine Mischung aus Tencel und Baumwolle- ein absoluter Traumstoff! Es ist wieder mal ein Stoff von Robert Kaufman, den ich über 1000Stoff bezogen habe. Er ist ganz leicht, etwas glänzend und hat einen wunderschönen Fall. Dazu trägt er auch noch meinen Namen, er heißt nämlich Santa Barbara - was will frau mehr?

Der Schnitt enthält alle Nahtzugaben, so wie es in der Anleitung beschrieben wird. Die meisten Nähte werden als französische Nähte gearbeitet, dann ist die Nahtzugabe 1,5 cm. Für alle anderen Nähte ist die Nahtzugabe 1cm. Die verschiedenen Nahtzugaben werden auf dem Schnitt auch angegeben- sehr hilfreich, wenn man den Schnitt nähen möchte, ohne auf die Anleitung zu schauen.

Ich habe Größe 40 genäht und lediglich die Ärmel um 1,5 cm verkürzt. Die Anleitung ist ausführlich und mit guten Grafiken illustriert. Die Ärmlelabschlüsse sind eine einfache gerade Manschette, die durch Druckknöpfe eingehalten werden.


Ach ja, die Druckknöpfe- die fand ich dann das Schwierigste an dem ganzen Nähprozess. Ich hatte mir erst perlmuttfabene Druckknöpfe ausgesucht, die mir gut gefallen hatten zu diesem etwas glänzenden Stoff. Leider hatte ich übersehen, daß sie für Jersey gedacht waren und für meinen Webstoff natürlich nicht geeignet. Also wieder ins Nähgeschäft, das an diesem Sonntag freundlicherweise offen hatte, und passende Knöpfe ausgesucht.

Die Knöpfe, die ich jetzt verwendet habe, sind sogenannte Anorakknöpfe von Prym in der kleinsten Größe, in einem matten Silber. Das Einschlagen geht eigentlich ganz gut, ich verwende dafür einen Hammer und die im Knopfset mitgelieferten Werkzeuge. Am schlimmsten finde ich ja immer noch das Perforieren des Stoffes mit der Ahle vorm Einschlagen des Knopfes- das kostet schon sehr, sehr große Überwindung...

Das Ärmelbündchen ist so sicher einfacher zu nähen als eine "richtige " Manschette, trotzdem finde ich diese Lösung nicht optimal. Vielleicht hätte man die Knöpfe anders anbringen sollen, aber ich habe es entsprechend der Anleitung gemacht, und ein Aufkrempeln der Ärmel ist jetzt nicht mehr möglich.


 Bei der Kleiderversion des Schnittes wird unten am Ärmelsaum einfach ein Gummiband eingezogen, das ist sicher auch eine gute Lösung.


Die Raglanärmel sitzen gut und sind ausgesprochen bequem. Daß die Ärmel auf meinen Bildern so zerknittert wirken, liegt weder am Schnitt noch am Stoff, sondern daran, daß wir die Bilder auf einer Wanderung im Kleinwalsertal aufgenommen haben. Und die Kombination durchgeschwitzt, Kimonoärmel und darüber Jacke führt zwangsläufig zu Falten in der Bluse- Bügeleisen war da oben auch gerade nicht zur Hand.

Auch die Länge der Bluse mit dem leicht geschwungenen Saum finde ich sehr gelungen, und paßt gut zu meinem Wanderrock, den ich hier schon mal gezeigt habe.

Das hübsche Blüschen ist sicher keine typische Wanderkleidung, und zwischen all den funktionsstoff-gekleideten anderen Wanderern fiel ich durchaus etwas auf. Anderseits paßt diese Bluse eigentlich hervorragend in die Landschaft. Die Designerinnen von Named beschreiben ihre Herbst-Winterkollektion als inspiriert von Natur und Wissenschaft, insbesondere der Geologie- was könnte hier also geeigneter als Hintergrund sein als die wunderschöne, karge Gebirgslandschaft auf 1800m Höhe?
Die Stella -Bluse ist ausgesprochen bequem, was sicher auch an den Raglanärmeln liegt. Ich würde sogar sagen, sie ist die bequemste Bluse, die ich jemals getragen habe. Also, ein schöner und empfehlenswerter Schnitt, den ich gerne noch mal nähen werde!

Jetzt schaue ich aber erstmal, was andere heute am Memademittwoch zeigen. Vielleicht auch Modelle aus der neuen Named Kollektion?