Mittwoch, 13. September 2017

Undercover Hoodie von Papercut Patterns

Herbstzeit ist Hoodie-Zeit! Den Undercover-Hoodie von Papercut Patterns wollte ich nähen, seit ich bei Claudia so schöne Beispiele gesehen hatte. Hoodie-Schnitte gibt es ja wie Sand am Meer, aber dieser Schnitt schien mir  der ideale Mittelweg zwischen sportlichem und femininem Stil zu sein.
Die Papercut-Schnitte habe die Besonderheiten, daß die Papierschnitte aus Umweltschutzgründen auf einem braunen Recyclingpapier gedruckt sind. Ist ja prinzipiell nicht verkehrt, und das Papier ist schön stabil, wenn man es direkt ausschneidet. Sehr hübsch fand ich die Verpackung des Schnittes in einem braunen Karton, mit Griff zum Aufhängen- da könnte man sich dann alle Papercutschnitte auf einer Stange sortieren, würde sicher zur Ordnung im Nähzimmer beitragen!
Die Anleitung ist knapp, aber völlig ausreichend, zumal es sich ja um einen simplen Schnitt handelt.
Der Undercoverhoodie ist ein Raglansweater mit Kapuze, genäht habe ich Größe S. Mit der Paßform bin ich erstmal zufrieden- ich denke, für einen Raglanschnitt mit geraden Nähten ist das ok.
Die Kapuze hat eine schöne Größe. Natürlich kann man über den praktischen Sinn einer Kapuze am Sweatshirt streiten- vermutlich werde ich sie selten als Regen- oder Kälteschutz tragen, sondern meistens hängt sie mehr oder weniger dekorativ am Rücken. Aber da wärmt sie und bildet einen guten Windschutz am Hals, das ist für mich so der Grund, warum ich gerne Pullis mit Kapuze trage.
Und ein unschätzbarer Vorteil der Kapuze ist ja auch, daß man sich hier mit dem Futter so austoben kann: die ideale Resteverwertung von Jerseyresten, Farbtupfer, Ton-in-Ton-Kombinationen- da ist der Phantasie keine Grenze gesetzt.

Mein Pullis ist aus einem Nosh-Sweat genäht. Das ist ein  Stoff  mit einer interessanten Oberflächenstruktur aus 100% Baumwolle, also ohne Elastan.  Die Dehnbarkeit des Stoffes ist dadurch begrenzt, was für den Tragekomfort aber keine Rolle spielt, der Stoff fühlt sich absolut angenehm an.
Für Bündchen fand ich ihn aber doch nicht geeignet aufgrund der geringen Dehnbarkeit. Ich hatte zwar schon Bündchen zugeschnitten, etwas breiter als im Schnitt vorgesehen, konnte mich aber dann nicht zum Annähen entschliessen. Ich fand den Pulli und auch die Ärmel eigentlich auch lang genug und habe mir daher eine andere Lösung überlegt.
Vor kurzem hatte ich den Malaga Sweater von WafflePattern genäht, hier hatte mir die Saumlösung mit eingelegten Falten gut gefallen. Das habe ich jetzt kurzerhand auch für diesen Pulli übernommen und 4 offene schräge Abnäher am Saum genäht. Die Saumkante selbst habe ich mit einem "Beleg" aus gestreiftem passenden Nosh-Jersey verstürzt.
Auch die Ärmelbünchen erhielten Belge aus gestreiftem Jersey. Wenn man die Bündchen umklappt, sieht man den gestreiften Jersey.
Für die Kapuze hat der gestreifte Jersey nicht mehr gereicht, deshalb mußte ein anderer Nosh-Jerseyrest daran glauben
Ich liebe es ja mittlerweile sehr, auch die Innenverarbeitung der selbstgenähten Kleidundsstücke schön zu gestalten. Natürlich sieht das erst mal keiner außer mir, aber ich freue mich darüber immer wieder, ich denke, das macht auch die Hochwertigkeit unserer selbstgenähten Kleidung aus.
Aber entscheidend ist sicher auch der Tragekomfort, insbesondere bei einem Hoodie. Und der ist in diesem Fall sehr hoch, der Pulli trägt sich toll und hat seine Fahrradtourentauglichkeit am letzten Wochenende bravourös bewiesen.
Und da das schönste bei einer Fahrradtour natürlich die Pausen sind, lasse ich hier auch mal ein paar Bilder sprechen:

Die Hose , die ich trage, ist übrigens die Morgan Jeans von Closet Case, hier  schon mal gezeigt. Erwartungsgemäß haben sich diese Hosen als ein absolutes Lieblingsstück entpuppt, das ich zu allen Gelegenheiten gerne trage, so auch zu  dieser Fahrradtour.
Was tragen denn die anderen Damen, die auf dem Memademittwoch präsentieren, heute?  Sicher auch lauter Lieblingsstücke! Katharina empfängt uns heute in einem traumhaften Hosenrock, der hat absolut Lieblingsstück-Potential!
verlinkt Memademittwoch, Ichnähbio

Kommentare:

  1. Sehr hübsche Details und diese Farbe!! Steht dir sehr gut und sieht sehr gemütlich aus.
    LG, Astrid

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    1. Liebe Astrid, vielen Dank! Das Tragegefühl ist in der Tat sehr gemütlich!
      LG Barbara

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  2. Dein Hoodie ist toll geworden, innen als auch außen! Vielleicht solltest du mal linksherum tragen? ;-)
    LG Christa

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    1. Liebe Christa, das hatte ich mir tatsächlich schon überlegt,denn diese sichtbaren Overlocknähte sind ja durchaus modern :-))
      Lieben Dank für Deinen Kommentar!
      Barbara

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  3. Der Hoddie ist super geworden. Schlicht, aber eben doch mit tollen Details. (Und dass deine Stoffe alle vom Ton sehr so toll zusammenpassen. WOW!)
    Bezüglich "Innenverarbeitung" muss ich aus eigener Erfahrung sagen - es spielt eine Rolle. Denn immer wenn ich ein Stück aus dem Schrank nehme, ärgere ich mich, wenn's eben nicht sooo besonders versäubert ist.
    VG, Anna

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    1. Liebe Anna ,danke! Die Stoffe passen deshalb so gut zusammen, weil die freundlichen finnischen Stoffdesigner von Nosh das so entworfen haben...
      Schön, daß Du auch auf die Innenverarbeitung Wert legst, manchmal denke ich ja, das wäre ein Spleen nur von mir.
      LG Barbara

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  4. Sehr toll geworden, den edlen Stoff erkennt frau sofort. Bei mir sitzt dieser Schnitt tatsächlich am besten, andere Raglanschnitte reichen da nicht dran. Die Technik mit den Abnähern im Saum muss ich unbedingt mal probieren. Ich lasse das Bündchen immer weg, weil es bei mir blöd aussieht.
    LG,
    Claudia

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    1. Liebe Claudia, danke! Ich finde diese Saumverarbeitung wirklich super, denn das schafft etwas Form im Taillenbereich, ohne daß man so ein sportliches Bündchen annähen muß
      LG Barbara

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  5. die Farbe steht dir sehr gut, überhaupt hast du da für ein Alltagsteil einen sehr schönen Stoff gewählt, ich finde, das Stück sieht richtig edel aus.
    Die Bilder sind so schön, da entspannt man sich schon beim Anschauen.

    LG Bella

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    1. Liebe Bella, danke! Ja , der Stoff ist einfach toll, das ist schon ein toller Sweat. Und ich freue mich sehr, daß Dir die Bilder gefallen haben!
      LG Barbara

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  6. Ein feiner Stoff ist das und der sorgt in der pastelligen Farbigkeit auch für die femininere Optik. Schön finde ich die umgeschlagenen Ärmel, da dann die Streifen sichtbar werden. Und sehr schöne Fotos habt ihr gemacht.
    Liebe Grüße von Ina

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    1. Liebe Ina, vielen lieben Dank! Die Sache mit den Ärmelumschlägen ergab sich erst im Laufe des Nähprozesses, aber das kennst Du ja sicher. Das Kompliment für die Fotos gebe ich gerne an den Fotografen weiter!
      Viele Grüße, Barbara

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  7. Obwohl ich kein Sweatshirt-Träger bin, gefällt mir dieses so gut, dass ich mir den Schnitt mal anschauen muss. Und die kleinen Abnäher unten sind ein wunderbares Detail! ♥
    Mit der Innenverarbeitung gebe ich Dir recht. Manchmal baut man da Sachen ein, die ja sowieso keiner sieht, aber für einen selbst ist es immer im Hinterkopf, und man fühlt sich gleich etwas besser!
    LG
    Katrin

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    1. Liebge Katrin, danke! Ich kann diesen Schnitt nur empfehlen . Das ist einer von den einfachen, aber sehr guten Schnitten- ich brauche sowas immer für die Alltagskleidung, wo es eben nicht das schicke Kleid sein muss!
      LG Barbara

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  8. Liebe Barbara,
    schönes Motiv: entspannte Barbara auf Wiese in der Sonne in selbstgenähtem Shirt. So ist man gerne Instagram-Husband. Das Shirt sieht gut aus, ist einsatztauglich und passt farblich wahrscheinlich gut zur letzten Jacke.
    Das testen wir alles nochmal bei nächster Gelegenheit.
    Herzliche Grüße
    Till

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    1. Lieber Till, die Bilder sind doch wirklich eine schöne Erinnerung an unsere Fahrradtour! Nochmals vielen Dank fürs Fotografieren!
      LG Barbara

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  9. Sag mal, ist das nicht die linke Seite vom Stoff, die du da nach vorn genommen hast? Jedenfalls habe ich schon solchen Stoff mit heller Rückseite mit dieser Struktur vernäht. Sieht aber gut aus. Der Saum wirkt fast wie bei einem Blouson mit eingesetztem Bündchen. Regina

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    1. Liebe Regina, danke! In diesem Fall ist es wirklich so, daß die Stoffseite mit den linken Maschen die "schöne" Seite ist. Die Innenseite hat gleichmäßige rechte Maschen und ist nicht so interessant. Natürlich könnte man den Stoff auch andersherum verarbeiten, aber gedacht ist es von der Firma Nosh so rum, wie ich es auch gemacht habe.
      LG Barbara

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