Mittwoch, 3. Mai 2017

Kellyanorak von Closet Case Patterns



Den Kelly-Anorak habe ich schon einige Male genäht- leider die ersten Male nur in meiner Phantasie. Denn sobald ich einen interessanten Schnitt sehe, beginnt mein Kopf-Kino zu arbeiten: wie würde ich das nähen? welcher Stoff eignet sich dafür, habe ich einen Stoff im Vorrat, wo habe ich einen passenden gesehen? Steht mir der Schnitt, oder kann ich mir das Teil  gar nicht an mir vorstellen?
Als der Schnitt für den Kellyanorak im letzten Herbst veröffentlicht wurde, war ich sofort begeistert. Die großen Taschen, die Kapuze, der Kordelzug in der Taille, das gefiel mir alles sehr gut. Ich hätte ihn gerne sofort genäht, aber mein Kopf-Kino wurde zunächst gebremst: der Schnitt ist ungefüttert, und der deutsche Winter nahte- keine gute Kombination.

Die Designerin und Bloggerin von ClosetCase hatte diese Gedanken wohl gespürt und veröffentlichte kurz darauf eine Version des Anoraks mit Futter, allerdings nur eine Fassung, bei der der Außenstoff mit einem Futterstoff gedoppelt wird und das ganze wie eine Stofflage verarbeitet wird. Das kann man natürlich machen, aber mittlerweile (wir waren jetzt im Winter) schwebte mir in meiner Phantasie eher eine wasserdichte Version vor, aus einem Funktionsstoff. Wenn so ein Anorak wasserdicht werden soll, muß man aber auch die Nähte abdichten, und das geht bei dieser Version natürlich nicht mehr. Also. Kopfkino erst mal wieder abgestellt, und andere Dinge genäht...
Zum Frühjahr hin war ich mir dann wieder sicher, genau diesen Anorak zu benötigen. Ein wasserdichter Stoff, oder beschichtete Baumwolle sollte es werden, das Futter vielleicht aus Flanell, und den Futterschnitt würde ich selbst konstruieren- das war so die Version in den kühnsten Träumen.
Ich habe mir dann viele , viele Stoffproben schicken lassen. Bei der Farbe war ich mir auch sicher, denn er sollte blau werden, aber keinesfalls dunkelblau oder marine, sondern ein zartes Mittelblau, irgendwas zwischen taubenblau und jeansblau...

Wer schon mal einen bestimmten Stoff in einer bestimmten Farbe gesucht hat, ahnt was jetzt kommt. Natürlich habe ich diesen Stoff nicht gefunden. Die Funktionsstoffe waren sicher super in ihrer Funktion, fühlten sich aber furchtbar nach Plastik an und rochen auch so- nein, so etwas wollte ich nicht auf meinem Nähtisch haben. Beschichtete Baumwolle gibt es durchaus, aber nicht in der Farbe und Qualität , die ich wollte. Und ein unbeschichteter Baumwollstoff? Lange habe ich auch hier gesucht, nach einem Twill oder Canvas. Gibt es reichlich, in beige, schwarz, braun , grün oder marine- aber keine Farbe, die mir gefiel.
Bevor ich dann erneut die Lichter in meinem Kopfkino wieder ausschaltete, schaute ich nochmal auf den Blog von Closetcase. Hier gab es wirklich einen ausführlichen Artikel zu Stoffwahl für Kelly, als der ideale Stoff wurde ein Baumwolltwill von Robert Kaufmann erwähnt. Eher aus Langweile folgte ich dem Link auf die Seite von fabric.com, ein amerikanischer Stoff-Onlinehandel. Und da war der Stoff: ein weicher Baumwolltwill, und in allen erdenklichen Farben! Ein Blau gefiel mir schon, aber dann war da dieser fliederfarbene Stoff...flugs wurde das Programm im Kopfkino geändert, und ich wollte jetzt unbedingt einen fliederfarbenen Anorak nähen.

Eine Weile versuchte ich am Rechner, einen europäischen Händler für diesen Stoff zu finden, aber ohne Erfolg. Also in den USA bestellen? Nun ist Stoff bestellen in den USA einfach, bezahlen auch, nur über die Lieferung liest man immer wieder Schreckgeschichten auf den Blogs. Da wird von langen Lieferfristen berichtet, von Abholungen auf Zollämtern, horrenden Zollgebühren, unfreundliche Zollbeamten. Aber was tut man nicht alles für den idealen Stoff für ein lang geplantes Nähprojekt? Kurz checkte ich noch mal die Öffnungszeiten des Hanauer Hauptzollamtes, fand sie zumindest freitags mit meinen Arbeitszeiten kompatibel- und bestellte den Stoff in den USA.
Das ganze war Freitag abend, Mittwochs wurde mein Stoff geliefert.

Unser wie immer wortkarge UPS-Bote brachte mir das Päckchen an die Haustür, wollte  9 Euro Einfuhrumsatzsteuer dafür kassieren, die ich ihm natürlich gerne gab. Ein Brief von UPS wenig später brachte mir Klarheit: anscheinend fällt bei Sendungen in einem Warenwert unter 150 € nur eine Einfuhrumsatzsteuer  von 19% an, die üblicherweise wohl von den Paketdiensten vorgelegt wird. Also nichts mit Zollamt, dafür eine Lieferfrist, von der manche deutsche Onlingeschäfte nur träumen können.
Der Preis des Stoffes hielt sich durchaus im Rahmen, da die Stoffe in den USA so günstig sind, auch wenn das Porto und die Steuer dazu kommen. Über die ökologische Bilanz dieses Transportes mag ich jedoch nicht nachdenken. Dieser Stoff ist ja auch nicht in Amerika hergestellt, sondern vermutlich in Fernost, dann von da nach den USA, und dann nach Deutschland zu mir geflogen worden. Also einmal eine Reise um die halbe Welt, nur damit ich mir einen fliederfarbenen Kelly-Anorak nähen kann..

Der Stoff ist aber schon sehr schön. Fest, dicht gewebt, dabei ganz weich- ich habe selten so einen schönen Stoff in der Hand gehabt. Und so ein schöner Stoff verlangt nach einer schönen Verarbeitung, und so war mir bald klar, daß ich die Nähte mir einer Hongkong-Einfassung aus einem Liberty-Schätzchen verarbeiten würde. Und irgendwie mußte ich ja auch das Blumen-Thema des heutigen Memade-Mittwochs aufgreifen...

Der Libertystoff war auch schon angeschnitten, da ich die Innentaschen meiner Ginger-Jeans daraus gearbeitet hatte. Und wer genau hinschaut, sieht daß ich den Rand des Untertrittes damals auch mit einer Hongkong-Einfassung versehen hatte, auch wenn ich damals noch gar nicht wußte, daß das so heißt.
Bis vor kurzem war es mir  nicht klar, daß es verschiedene Techniken gibt, eine Nahtzugabe mit Stoff schön dekorativ einzufassen. Ich kannte das Ergebnis von hochwertiger Kaufkleidung, und fand es immer schon sehr schön.
Auch hier half mir der Blog von ClosetCase weiter, denn es gibt einen ausführlichen Bericht über die verschiedenen Techniken. Ein Weg ist das Einfassen mit einem vorgefalteten Schrägband, das man, wie auch immer, um den Nahtzugabenrand befestigt. Der einfachere Weg ist das Hongkong- Finish: der Schrägstreifen, ungefalzt, wird rechts auf rechts auf der Nahtzugabe genäht, um die Nahtzugabe herumgelegt und im Nahtschatten nochmals festgenäht. Optimalerweise läuft zwischendurch auch noch ein Kontakt mit dem Bügeleisen ab. Die umgeschlagene Kante des Schrägbandes bleibt bei dieser Version unversäubert, dewegen geht das auch nur bei Nähten, die nochmals abgesteppt oder festgenäht werden, und das ist bei diesem Anorak fast durchweg der Fall.

 Lediglich die Ärmeleinsatznaht wird nicht abgesteppt, und hier habe ich dann wirklich den Schrägstreifen vorher durch den Schrägbandfalter gejagt und die Nahtzugabe dann mit dem gefalteten Schrägband gebunden. Vorher hatte ich allerdings diese Kante noch mit der Overlock versäubert, da ich meinem zierlichen Schrägband nicht so recht die Haltefunktion zutraute.

Mir hat diese Art der Nahtversäuberung unglaublich viel Spaß gemacht. Natürlich ist es mehr Arbeit als nur mit der Overlock über die Nahtzugaben zu rattern. Aber es ist so viel schöner, und es macht einfach  Freude, ein hochwertiges Kleidungsstück zu produzieren.

Das Nähen des Anoraks war kein besonderes Problem- so würde ich gerne etwas hochtrabend berichten, trifft aber natürlich nicht zu. Aber es ist machbar, ich würde sagen für jeden, der darauf Lust hat, sich Mühe gibt und Zeit nimmt und einen ambitionierten Nahttrenner besitzt...
Nein, so schlimm war es wirklich nicht. Der erste Schreck sind natürlich die vielen Teile, die alle ihren Platz finden müssen. Aber es ist ein guter und professioneller Schnitt, alle Teile haben die erforderlichen Bezeichnungen und Paßzeichen.


Die Anleitung ist hervorragend , und für die schwierigen Stellen gibt es Artikel auf dem Blog von Closet Case, in denen sie erklärt werden.
Neu waren für mich die Beutel-Taschen, und natürlich der Reißverschluß, der ordentlich mit Beleg und Blende eingefaßt wird.

Die Hardware, also Reißverschluß, Knöpfe und Ösen waren übrigens das, was durchaus ins Geld ging. Ich glaube, der Betrag, den ich im Kurzwarengeschäft gelassen habe, entsprach in etwa dem Preis des Stoffes. Hätte man sicher online auch günstiger bekommen, aber wenn man eine Kordel im gleichen Roseton wie den Reißverschluß sucht, braucht man schon ein "richtiges" Geschäft.
Das Einschlagen der Druckknöpfe war völlig problemlos, ich hatte hier die Anorak-Druckknöpfe von Prym verwendet. Meine Hauptschwierigkeit bei den ersten Knöpfen war das Stanzen des Loches in den Stoff, da der mitgelieferte kleine Stanzzylinder dafür meiner Meinung nach völlig ungeeignet ist. Das hat mich zum Kauf einer Ahle geführt- gibt es übrigens nicht im Baumarkt, wo ich zuerst danach gesucht hatte, sondern wirklich im Nähgeschäft. Die Ahle bohrt das Loch wunderbar vor, und zwar durch ein Auseinanderdrängen der Fasern, also fast ohne größere Verletzungen des Stoffes. Das war schon ein tröstender Gedanke, denn immerhin führt man diese Prozedur am fertigen und wunderschönen Kleidungsstück aus, und mir fiel es richtig schwer, die schöne Knopfleiste zu durchlöchern. Aber ich denke, es hat sich gelohnt, es macht den Anorak doch etwas "professioneller" vom Aussehen her.
Genäht habe ich Größe 10, ohne Änderungen. Auf ein Probeteil hatte ich großzügig verzichtet, denn ich hatte ja bereits den Mantel Clare von Closet Case genäht, der mir gut paßt. Kelly ist auch nicht sehr paßformsensibel, da die Taille durch den Kordelzug beliebig gerafft werden kann.
Die Kapuze paßt mir gut und kann durch zwei Knöpfe verschlossen werden.
An den Ärmeln habe ich noch einen zweiten Druckknopf weiter innen angebracht, damit ich die Ärmel notfalls weiter verschliessen kann. Das hat sich beim Fahrradfahren schon bewährt, damit der Fahrtwind nicht so von vorne in die Jacke hineinwehen kann.
Insgesamt bin ich sehr , sehr glücklich mit meinem neuen Anorak. Und natürlich auch stolz, das gebe ich gerne zu, denn ich habe ein wunderschönes Kleidungsstück hergestellt, das keiner außer mir so besitzt, und dabei so manche Schwierigkeiten erfolgreich gemeistert. Das Nähen von Jacken oder auch Mänteln hat doch noch mal eine andere Dimension beim Nähen als das Herstellen von T-Shirts, Hosen oder Kleidern, finde ich...irgendwie dachte ich doch immer, daß man diese Domainen der Kaufklamottenhersteller nicht so ohne weiteres würde erobern können. Umso schöner, wenn es doch gelingt!
Das Shirt ist übrigens einer meiner ersten genähten T-Shirts. Ein Knotenschnitt, wie es damals so modern war, von der Schnittquelle. Eigentlich ein schönes Shirt, allerdings ist der Stoff 100% Polyester, und ich schwitze sehr leicht darin, deswegen trage ich es nicht gerne.
 Was zeigen denn die anderen Selbermacherinnen heute? Ich freue mich heute auf viele geblümte Inspirationen auf dem Memademittwoch
Schnitt: Kelly-Anorak  von ClosetCase, Gr. 10
Stoff: Robert Kaufmann Ventana Twill Light purple

Kommentare:

  1. So, so schön! Ich finde deine Innenverarbeitung sensationell! Eine ganz besonders gelungene Variante des Kelly-Anoraks.
    Ich liebäugele auch seit einiger Zeit damit einen Parka oder Anorak zu nähen. Daher hätte ich auch noch eine Frage an dich: Die Ärmel des Kelly-Anoraks wirken so schmal. Wie findest du die Passform der Ärmel? Glaubst du, man könnte den Anorak füttern und hätte trotzdem noch genügend Bewegungsfreiheit?
    Viele Grüße
    Friedalene

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    1. Liebe Friedalene, vielen Dank! Ja , die Ärmel sind wirklich eher schmal geschnitten, das war mir auch schon beim Mantel Clare von Closetcase aufgefallen. Für diesen Sommeranorak finde ich die Passform der Ärmel super, ich kann die Arme gut bewegen, auch beim Fahrradfahren spannt nichts. Aber ich hatte mir auch schon überlegt, für eine gefütterte Version die Ärmel zu verbreitern.
      Übrigens gibt es vermutlich bald auch einen Futterschnitt zum Kellyanorak, so war es jedenfalls angekündigt.
      Liebe Grüße Barbara

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    2. Vielen Dank, das hilft mir weiter!
      Viele Grüße
      Friedalene

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  2. Der Anorak ist so wunderschön. Dein Einsatz den perfekten Stoff zu finden hat sich wirklich gelohnt.

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    1. Dankeschön! Es ist ja immer schwierig, den richtigen Stoff zu finden, aber jetzt war ich zufrieden.
      Liebe Grüße, Barbara

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  3. Wow, ist der toll geworden! Es macht tatsächlich viel aus, wenn man sich so viel Mühe bei der Verarbeitung gibt, Du trägst diesen Anorak jetzt bestimmt, bis er auseinander fällt! Wunderschön!
    LG SuSe

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    1. Liebe Suse, es hat mir einfach Spass gemacht, alles so schön ordentlich zu verarbeiten, bietet sich bei diesem Schnitt aber auch an. Danke!
      LG Barbara

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  4. Was für eine schöne Jacke, die eigentlich für mich gar kein typischer Anorak ist, also nichts mit Wind und Wetter zu tun hat. So könnte ich mir eine bequeme Jacke auch vorstellen. Und welch liebevolle Details hast Du da angebracht. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
    Grüßle Bellana

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    1. Liebe Bellana, so richtig wind- und wetterfest ist mein Anorak wirklich nicht, das muß ich leider zugeben...aber ich finde ihn auch schön!
      Vielen lieben Dank!
      Barbara

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  5. Oh, wie schön! Ich bin versucht, auch gleich für meinen geplanten Isla Trench nach dem Stoff zu suchen. Liberty Print liebe ich, das ist die perfekte Verarbeitung! Dein Kelly ist wunderbar und steht Dir ausgezeichnet!
    Liebe Grüße, SaSa

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    1. Liebe Sasa, danke! Den Stoff kann ich nur empfehlen, und wenn Du eine europäische Bezugsquelle findest, wäre ich für den Link sehr dankbar.
      Den Isla Trench kann ich mir aus dem Stoff auch sehr gut vorstellen, da freue ich mich schon auf Deine Version!
      LG Barbara

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  6. Absolut gelungen und so sorgfältig verarbeit und die Fliederfarbe ist wirklich sehrsehr schön.
    Toll fand ich deine Ausführliche Planungsbeschreibung; bei mir scheitern Nähpläne auch oft daran, dass ich nicht den passenden Stoff finde, den ich mir vorstelle. Aber du hast ihn ja gefunden und wenn du die Jacke jetzt ganz oft und lange trägst, gleichst du die ökobilanz wieder zu deinen Gunsten aus, : ).
    LG von Susanne

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    1. Liebe Susanne, danke! Ja, man sucht ja immer nach Ausreden für die eigene Ökobilanz, dafür wäre es vermutlich am besten, weder zu nähen noch zu kaufen, sondern nur die alten Klamotten aufzutragen...Andererseits macht das Nähen so viel Spaß, das muß dann die Ökologie einfach mal aushalten!
      Liebe Grüße
      Barbara

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  7. Großartiger Anorak und Post! Mir gefällt besonders die Innenverarbeitung mit dem Liberty-Print. Da bekomme ich sofort Lust, auch wieder eine Jacke zu nähen ... LG, Manuela

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    1. Liebe Manuela, danke! Und ich kann das Jackennähen nur empfehlen, mir hat es viel Spaß gemacht!
      LG Barbara

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  8. Was für ein wunderbarer Anorak (das Wort habe ich schon lange nicht mehr gehört). die vielen Details mit den Druckknöpfen usw. - sehr beeindruckend. Die Passform ist super, gefällt mir ausgeprochen gut an Dir! LG Kuestensocke

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    1. Liebe Küstensocke, vielen Dank! Sagt man nicht mehr Anorak? Ich gebe zu, ich habe die Bezeichnung kritiklos von der englischsprachigen Version übernommen. Ist das jetzt eine Outdoorjacke? Vielleicht sollte ich doch wieder mal shoppen gehen, um die aktuellen Bezeichnungen zu lernen :-)))
      LG Barbara

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  9. Liebe Barbara,
    inzwischen gefällt mir die Jacke auch ganz toll. Obwohl die Farbe nicht ganz so meins ist, an dir sieht sie prima aus. Endlich mal was richtig funktionelles für den Einsatz draußen. Die Jacke wird sicher nicht im Schrank abhängen sondern bei Wind und Wetter genutzt, dafür werde ich schon sorgen.
    Herzliche Grüße
    Till

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    1. Lieber Till, so richtig für Wind und Wetter ist die Jacke wohl nicht geeignet. Aber für einen lauen Sommerabend, ein paar Schritte zu einem netten Restaurant, da führe ich die Jacke doch gerne mit Dir aus!
      LG Barbara

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  10. Leibe Barbara, der Anorak ist ganz toll geworden! Die Farbe finde ich toll an Dir. Mir würde sie auch gefallen. Beim Versenden hast Du glaube ich Glück gehabt, UPS kann man an der Tür bezahlen, bei den anderen muss man zum Zoll. So war das jedenfalls, als ich noch regelmässig Stoffe aus Übersee bekam. Den Stoff werde ich mir auf jeden Fall vormerken, manchmal braucht man ja einfach eine bestimmte und genau diese eine Farbe...
    LG, Katharina

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    1. Liebe Katharina, vielen Dank! Ich kenne natürlich Deinen Blogbeitrag über das Stoffe bestellen in den USA, deshalb war ich ja so überrascht, daß es bei mir so problemlos war. Aber es kann ja auch mal irgendwas besser klappen als erwartet!
      LG Barbara

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  11. Die Jacke sieht richtig toll aus und steht dir sehr gut. Mit dem dezenten Blumenschrägband sieht deine Jacke noch viel edler aus.
    Liebe Grüsse
    Angy

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    1. Liebe Angy, vielen Dank! Ja, ich war über die Kombination mit dem Libertystoff auch sehr glücklich!
      LG Barbara

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  12. Was für ein fesselnder Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Jetzt habe ich auch verstanden, warum ich mal zum Zollamt dackeln muss und mal der UPS-Bote abkassiert, danke! Der Parka ist wirklich schön geworden und so perfekt verabeitet. Wahnsinn! LG, Tanja

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    1. LiebeTanja, wie schön, daß Dir mein Blogbeitrag gefallen hat- beim Schreiben hatte ich wirklich Bedenken, daß das alles zu ausschweifend ist und keinen interessiert...lieben Dank!
      Barbara

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  13. Liebe Barbara, was für ein toller Anorak! Ich glaube, ich brauche jetzt auch unbedingt einen fliederfarbenen Anorak :-)! Auch das Innenleben sieht super aus, du kannst zu Recht stolz sein! Viele Grüße, Melanie (The Flying Needle)

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    1. Liebe Melanie, ich kann fliederfarbene Anoraks nur empfehlen:-))
      Vielen Dank!
      LG Barbara

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  14. Liebe Barbara,
    Dein Anorak ist absolut hinreißend. Super verarbeitet und außerdem hast Du das ganz toll beschrieben.
    Wenn Du den Stoff wasserdicht/wasserabweisend machen willst, kannst Du ihn übrigens wachsen. Das geht sogar noch im Nachhinein. Ich habe das mal ausprobiert und mit verschiedenen Mischungen aus Bienenwachs und Paraffin experimentiert. Leider habe ich das nie verbloggt, das muss ich endlich mal tun. Man kann auch fertige Kleidungsstücke wachsen, dann wird das Wachs eingefönt an den Stellen, wo man nicht mit dem Bügeleisen hinkommt. Der Stoff wird dunkler davon, ungefähr so wie wenn er nass ist, bekommt einen leicht fettigen Griff, aber angeblich kann man es wieder auswaschen. Mit gebleichtem Bienenwachs bekommt Dein Stoff auch keinen Gelbstich. Die Mischungen 1Teil Bienenwachs, 5 Teile Vaselin, 4 Teile Hartparaffin und 2Teile Bienenwachs, 5 Teile Vaseline und 3 Teile Hartparaffin(etwas fettiger) haben sich am besten bewährt, denn dann sieht man an den Knickstellen keine solchen weißen Striche wie bei der Mischung 2 Teile Bienenwachs/8 Teile Hartparaffin, die auch im Netz kursiert.
    Viele Grüße, Stefanie

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    1. Liebe Stefanie, vielen Dank! Deine Hinweise zum Wachsen finde ich absolut interessant, und ich fände es ganz toll wenn Du darüber mal einen Blogpost schreiben würdest!
      Ich hatte vor vielen , vielen Jahren mal eine gewachste (Kauf)Jacke, und die war relativ wasserdicht, wenn ich mich recht erinnere. Gewachste Stoffe kann man aber nicht kaufen, also bleibt nur das Selberwachsen. Ist es besser, den Stoff vor dem Nähen zu wachsen? dann kann man das Wachs vielleicht besser einfönen/einbügeln. Obwohl: wenn man erst näht, und dann wachst, werden vielleicht auch die Nähte abgedichtet? Da bin ich auf Deine Erfahrungen sehr gespannt!
      LG Barbara

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  15. Es ist beides möglich, erst wachsen, dann nähen oder anders herum. Je nach Wachsmischung ist es vielleicht nicht so lustig, einen fettigen Stoff zu vernähen, allerdings ist es genauso schwierig, das Wachs an schlecht zugänglichen Stellen einzubügeln. Meine Reisetasche habe ich damals im Nachhinein gewachst, bevor ich das Futter eingenäht habe. Ich glaube aber, dass man die Nähte ohnehin nicht wirklich dicht bekommt, aber wenn man gewachsten Stoff bügelt, geht das Wachs ja wieder heraus (wie wir ja von Tischdecken wissen ;) ). Ich habe nächste Woche eine lange Zugfahrt vor mir und werde endlich den Wachs-Post schreiben, dann mache ich mir nochmal genauere Gedanken darüber.
    LG, Stefanie

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